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Social Entrepreneurs in Deutschland

Social Entrepreneurs sind Unternehmerinnen und Unternehmer, die durch ihre Tätigkeit in erster Linie einen spezifischen Beitrag zur Lösung eines gesellschaftlichen Problems oder zum Umweltschutz leisten wollen. KfW Research hat deren Besonderheiten erstmals untersucht.

Der Studie zufolge gab es zuletzt 154.000 "junge" SozialunternehmerInnen in Deutschland, die 108.000 Unternehmen führen – das sind rund 9 Prozent aller JungunternehmerInnen des Jahres 2017. Bei Frauen und bei älteren Menschen steht dabei ein soziales oder ökologisches Anliegen besonders häufig im Vordergrund steht. So ist der Anteil von Sozialunternehmerinnen mit 12 Prozent überdurchschnittlich hoch (Männer: 7 Prozent). Und während bei den bis 50-jährigen JungunternehmerInnen 8 Prozent Social Entrepreneurs sind, steigt der Anteil bei den Ü50-Jährigen auf 14 Prozent. Dies zeige „dass man auch im fortgeschrittenen Berufsleben neue Pläne verwirklichen kann.“ sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.

Weniger „arbeitsmarktgetrieben“

Die Mehrheit der Social Entrepreneurs gründete, um eine bestimmte Geschäftsidee auszunutzen (60 Prozent / andere Entrepreneurs: 49 Prozent). Damit sind Social Entrepreneurs weniger „arbeitsmarktgetrieben“. Junge Social Entrepreneurs sind offenbar auch häufiger Teamplayer: Jeder vierte arbeitet im Unternehmerteam mit anderen (26 Prozent), ein Drittel beschäftigt Mitarbeiter (32 Prozent). Andere Entrepreneurs arbeiten dagegen häufiger solo und seltener mit Mitarbeitern (19 und 25 Prozent).

Häufigerer Kapitalbedarf

Social Entrepreneurs haben der KfW-Studie zufolge häufiger Kapitalbedarf als die anderen Entrepreneurs (75 Prozent gegenüber 60 Prozent), insbesondere im Bereich bis 25.000 Euro (58 Prozent bzw. 48 Prozent). Zur Deckung greifen sie häufiger auf Fördermittel sowie alternative Finanzierungsquellen wie Stiftungsgelder, Investorengelder oder auch Geld aus Crowdfunding-Kampagnen zurück. 

(KfW / STB Web)

Artikel vom 15.01.2019

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